Köln. Eine Stadt so schön wie ein okay belegter Döner, aber so unterhaltsam wie dessen lustiger Verkäufer. Ein Hort der frühmorgendlichen Bier-Trinkenden und der rosafarbenen Foodora-Fahrenden. Eine Stadt mit dem drittgrößten Phallussymbol der Welt – dem Dom – und einer Brücke von der wahnsinnig Verliebte regelmäßig Vorhängeschloss-Schlüssel in den Rhein werfen. Die Heimat der deutschen Unterhaltungs- und Medienkultur, das deutsche LA, der Ort an dem Stefan Raab seine Mieterinnen verklagt. An jenem Sagen- und RTL2-Scripted-Reality-Soap-umwobenen Ort haben sich – ganz unpassend – die zwei Podcaster eingefunden, die am wenigsten mit der deutschen Medienbranche zu tun haben: Elias und Matthias. In ihrem langatmigen und unnötig überdrehten pseudo-Latenight-Format „Late At Night“ versuchen Sie in eben jener Stadt herauszufinden, was die deutsche Unterhaltungswelt im innersten zusammenhält. Tatsächlich unterhalten sie sich aber nur über ihre belanglosen touristischen Erlebnisse in der NRW-Landeshauptstadt der Herzen: über ihre Airbnb-Wohnung, ihren Besuch in einem Standup-Comedy-Club, ihre Erlebnisse im Publikum einer deutlich erfolgreicheren deutschen Latenight-Show und über Seepferdchen.

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